Mittwoch, 1. Januar 2014

Insulin spritzen- wie geht das?

Insulininjektion mit Pen-

so geht´s richtig

Ungefähr 2 Mio Menschen spritzen Insulin. Ob Typ I oder Typ II Diabetiker. Verglichen mit der BZ-Messung oder der Berechnung der benötigten Insulindosis scheint es ganz einfach zu sein. Ist es auch, aber einige Dinge sollten doch beachtet werden. Sonst kann die Blutzuckereinstellung zum Problem werden. Warum, das erklären wir hier.

 

 

 

Beachtet werden sollte etwa die Auswahl der Stelle in die gespritzt wird, wie diese gewechselt werden sollte, welches Insulin wo injeziert wird, oder wie Probleme vermieden werden können

 

Die Auswahl des Injektionsortes:

meistens wird eine Stelle am Bauch gewählt um das Insulin zu spritzen. Verständlich. Denn der Bauch ist sehr gut erreichbar und es läßt sich problemlos ein Hautfalte machen, in die gespritzt wird. Denn das Insulin soll ja in das Unterhautfettgewebe und nicht etwas in einen Muskel, damit es gut aufgenommen werden kann.
In diesem Video erklärt Julie anschaulich wie´s richtig geht!




Injektionsstellen wechseln!


Fettgewebswucherung
Sie sollte das Insulin nicht immer an der selben Stelle spritzen. Denn sonst kann es das Unterhautfettgewebe dazu anregen an diesen Stellen zu wachsen. Diese Buckel (Lipodystrphie) sehen nicht nur unschön aus. Auch die Aufnahme des Insulins wird dort schlechter oder schwankt stark. Damit wird Ihre gute BZ-Einstellung schwierig und der Insulinverbrauch kann sehr hoch werden. Diese Problematik tritt bei beinahe der Hälfte aller Diabetiker auf.
Der beste Weg wie Sie sich gegen diese Komplikation schützen können, ist den Injektionsort regelmäßig zu wechseln. Dazu gibt es ein einfaches Rotatiossystem.
Teilen Sie ihren Bauch einfach mit dem Finger mit einem großen Kreuz über dem Bauchnabel in vier gleiche Teile (Quadranten). Dann wechseln Sie jede Woche den Quadranten. Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte. 










Wie sie sehen, gibt es noch die Möglichkeit am Oberschenkel zu spritzen. Ist es nun egal ob man am Bauch oder am Oberschenkel spitzt. Nein, nicht ganz. Denn das Insulin wird unterschiedlich stark und schnell aufgenommen. Je nachdem, wo man es anwendet. Am Bauch schneller, am Oberschenkel langsamer. Eine Orientierung bietet folgendes Schema:



Sollten Sie nicht genau wissen, was z.B. ein schnelles Analoginsulin ist, hier ein paar Markennamen zur Orientierung:

Normalinsulin (Altinsulin): Berlinsulin H normal, Actrapid, Insuman rapid, Huminsulin normal
Schnelles Analoginsulin   ; Novo rapid, Apidra, Hunalog, Lipolog
Langsames Analoginsulin
oder Basalinsulin            ; Lantus, Levemir, Berlinsulin-H-basal, Huminsulin basal, Protraphane
Mischinsulin                   : Berlinsulin, Actraphane Insuman comp
Markennamen, eingetragenen Warenzeichen, rechtlich geschützt


Nun bleibt noch eine immerwieder gestellte Frage zu beantworten:

Welche Nadeln sollen verwendet werden?

Um das Insulin sicher in das Unterhautfettgewebe zu bringen, ist die Länge der Nadeln schon wichtig. Aber die Dicke der Haut ist an den oben vorgeschlagenen Injektionsstellen ungefähr gleich und ist beim Menschen ziemlich einheitlich.. Übergewichtige haben eine ähnliche Hautdicke wie schlanke. Sie variiert zwischen 1,8 und 2,4mm . Daher gelangt das Insulin auch bei kürzeren Nadeln von sicher in die Unterhaut.
Bei Nadeln von 4-5 mm ist die Bildung einer Hautfalteam Bauch normalerweise nicht notwendig. Bei Kindern, sehr Schlanken oder bei Injektionen am Oberschenkel schon.
Wichtig: Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger bilden, nicht mir der ganzen Hand greifen. Damit erhöht sich das Risiko auch den Muskel unter der Haut zu erwischen und das Insulin dorthin zu injezieren. Anstatt, wie eigentlich gewünscht, in das darüberliegende Unterhautfettgewebe.

So bilden Sie die Hautfalte richtig




Quellen: 
diabetes.de, feelfree-welt.de,diabetes-facts.de,d-journal.ch, cjd,info praxisteam, Ausg. 6│Dez 2013│,http://youtu.be/xtz6r8TsaBg, bd.com,lediabete.net

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